
Photovoltaik Geschichte
Mit der Ölkrise von 1973 wurde das Interesse an anderen Energien deutlich stärker, doch noch waren große, zentrale Atomkraftwerke die Lösung für eine flächendeckende Energieversorgung. Seit Mitte der 1970er Jahre wurden dann erstmals mehr Solarzellen für terrestrische Zwecke als für den Einsatz in der Raumfahrt hergestellt.
1976 entschied sich die australische Regierung, das Telekommunikationsnetz mit photovoltaisch gestützten Batteriestationen zu betreiben. Durch die erfolgreiche Einrichtung und den reibungslosen Betrieb stieg das Vertrauen in die Solartechnologie deutlich an.
1977 wurde in den USA ein Solarmodul mit dem Ziel entwickelt, eine potenziell kostengünstige Technologie für fotovoltaische Energiewandlung auf der Erde vorzuführen, die nicht mehr nur auf Sonderanfertigungen basierte.
Der katastrophale Störfall im Atomkraftwerk in den USA Ende März 1979 und die Ölkrise gaben den regenerativen Energien weiteren Aufwind.
Etwa ab 1980 waren Solarmodule mit wiederaufladbaren Batterien eine Standardanwendung zum Betrieb von Signalanlagen auf kleinen Ölbohrinslen. Sie ersetzten als kostengünstigere und wartungsärmere Variante die vorher verwendeten großen Batterien, die im Abstand weniger Monate getauscht werden mussten.
Später in den 1980ern wurden von der Küstenwache, alle Signalanlagen und Navigationslichter auf photovoltaische Energieversorgung umgestellt. Vorher hatten die Betriebskosten dieser Anlagen die Anschaffungskosten bei weitem überschritten. Durch die Photovoltaik wurden die Betriebskosten drastisch reduziert und die Anschaffungskosten für die teureren Photovoltaikanlagen amortisierten sich schnell.
Nun kam es auch zu ersten größeren kommerziellen Aktivitäten in den USA, wodurch die USA 1983 einen Anteil am Weltmarkt der Photovoltaik von ca. 21 Prozent erzielten. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es im Photovoltaik-Markt vorwiegend Lösungen für Inselanlagen und Planungen für photovoltaische Großanlagen.
Ein Schweizer Ingenieur war der Überzeugung, dass es ökonomisch sinnvoller sei, jedes Haus mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage zu bestücken, also eine dezentrale Energiewandlung zu bevorzugen. Er trat mit 333 auf einzelnen Gebäuden installierten 3-kW-Dachanlagen den Beweis an. Dies war der Anfang einer Bewegung, in deren Zuge auch das 1.000-Dächer-Programm der Bundesrepublik Deutschland aufgelegt wurde. Ab 1991 wurden mit dem EEG Energieversorger dazu verpflichtet, den Strom der kleinen "Photovoltaik-Kraftwerke" abzunehmen.
Mitte der 1990er Jahre gab Greenpeace, nachdem trotz der Fördermaßnahmen entscheidende Teile der Photovoltaikproduktion aus Deutschland abwanderten, mit einer neuen Studie über Deutschland als Photovoltaik-Standort in diesem Sektor Denkanstöße. Im Jahr 2000 folgte dem 1.000-Dächer-Programm folgte 100.000-Dächer-Programm. 2003 lief das 100.000 Dächer-Programm aus und wurde durch verbesserte Bedingungen des Energie-Einspeise-Gesetzes ersetzt.
Quelle: in Anlehnung an Wikipedia, die freie Enzyklopädie